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Portraitiert von Nina Werzhbinskaja-Rabinowich
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Neu ab März 2017:

Gedanken zu Clemens Setz' Roman "Die Stunde zwischen Frau und Gitarre" 

Beiträge zum Lesen und zum Herunterladen (im 14-Tage-Rhythmus):

Lesungen

23. März 2017, 18 Uhr 30, jüdisches Museum Wien,

Buchpräsentation: Ruth Steindling & Claudia Erdheim

„Vilma Steindling. Eine jüdische Kommunistin im Widerstand“

 

5. April 2017 in der Österreich Bibliothek in Pécs, 16 Uhr

PTE Osztrák Könyvtár,  Ifjúság útja 6, 7624 Pécs, Ungarn 

 

20. April 2017 um 19:30, jüdisches Museum Hohenems, Villa Heimann-Rosenthal, Schweizer Straße 5, 6845 Hohenems

Lesung aus "In der Judenstadt"

Neuerscheinungen

Vilma Steindling

Eine jüdische Kommunistin im Widerstand

Ruth Steindling/Claudia Erdheim

ISBN: 978-3-99050-067-5

Preis: 25 Euro

  

Rezension


Inhalt

Vilma Steindling
Vilma Steindling

Mit acht Jahren kommt Vilma Steindling ins jüdische Waisenhaus im Wiener 19. Bezirk. Schon mit 16 Jahren politisiert sie sich und tritt in den Kommunistischen Jugendverband ein. 1937 folgt die junge Frau ihrem Lebensgefährten Arthur Kreindel nach Paris, denn im austrofaschistischen „Ständestaat“ unter Kurt Schuschnigg sind die KP und der KJV verboten.

 

Nach der Besetzung Frankreichs durch Hitlerdeutschland engagiert sie sich in der sogenannten »Mädelarbeit« der Résistance. Als sie 1942 denunziert und verhaftet wird, wird sie ins KZ Auschwitz überstellt. Sie überlebt den Todesmarsch ins KZ Ravensbrück, wo sie vom schwedischen Roten Kreuz befreit wird. Im Herbst 1945 kehrt Vilma nach Wien zurück und erfährt erst jetzt, dass ihr Lebensgefährte Arthur in Dachau ermordet worden ist. Vilma ist nun völlig auf sich gestellt, obdachlos und ohne Arbeit. Sie sucht Hilfe bei dem einzigen ihr möglich erscheinenden Zufluchtsort, der Kommunistischen Partei, wird jedoch herb enttäuscht. Nach und nach beginnt sie, ihre politische Überzeugung zu hinterfragen.

 

Dieses Buch zeichnet den Lebensweg einer mutigen Frau nach, die für ihre Ideale ihr Leben aufs Spiel setzte und die trotz schwerwiegender Traumatisierungen wieder zurück ins Leben fand. Über das Leid, das sie erfahren hatte, sprach sie wenig. Auch mit den Folgen für ihre Kinder und Enkelkinder setzen sich die Autorinnen in sehr persönlichen Zugängen auseinander.