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Portraitiert von Nina Werzhbinskaja-Rabinowich
Portraitiert von Nina Werzhbinskaja-Rabinowich

Lesungen:

5.4.2018 Lesung im Republikanischer Club - 19 Uhr.

Republikanischer Club – Neues Österreich

Rockhgasse 1, A-1010 Wien

2.5.2018 Lesung in der Buchhandlung Leo - 19 Uhr

Franz Leo & Comp., Universitätsbuchhandlung

Lichtensteg 1 (Rotenturmstr. 13) A-1010 Wien

10.7.2018 Lesung im Café Museum - 19 Uhr 30

Operngasse 7, A-1010 Wien

Texte:

Gedanken zu Clemens Setz' Roman "Die Stunde zwischen Frau und Gitarre" 

Beiträge zum Lesen und zum Herunterladen (im 14-Tage-Rhythmus):

Neues Projekt

Mein Vorhaben ist ein Roman über die Portraitmalerin Irma Katz, geborene Taussig (1888-1933). Sie stammt aus einer wohlhabenden, bürgerlichen jüdischen Familie. Der Vater, Béla Taussig, war Rechtsanwalt und mit dem Architekten Wilhelm Stiassny verschwägert, der fast alle Synagogen der Monarchie gebaut hat. Beide waren Gründungsmitglieder der Loge B'nai B'rith in Wien.

Irma konnte als Mädchen weder ins Gymnasium gehen noch auf die Akademie der Bildenden Künste. Sie besuchte ein Lyzeum und anschließend die Malschule für Frauen und Mädchen, konnte aber dann doch 1900 die Kunstgewerbeschule besuchen, die sie allerdings nicht abgeschlossen hat.

Erst um 1920 trat Irma in den Vordergrund und wurde eine damals offenbar ziemlich bekannte Portraitmaerin. Sie trat aus der Kultusgemeinde aus, konvertierte zum Katholouismus und dürfte sich eher in konservativen Kreisen bewegt haben. U. a. portriatierte sie den Bundeskanzler Johann Schober. Dabei handelt es sich um ein sehr konventuionell gemaltes Bild. Andere Bilder, u.a. ein Selbstbildnis muten durchaus zeitgemäß an, also der Neuen Sachlichekit verhaftet. Auch in adelige Kreise scheint sie sich eingeschlichen zu habe, was für eine bürgerliche Jüdin eher ungewöhnlich anmutet. So hat sie viele Adelige portraitiert, u.a. auch während eines halbjährigen Berlin Aufenthaltes dei Kronprinzessin Cécilie Hohenzollern.

1933 starb sie noch relativ jung an einem Unglück mit Leuchtgas, wie die Zeitungen berichten.

Irmas Schicksal ist insofern besonders interessant, als es damals nicht viele Malerinnen gab und schon gar kein jüdischen.

Auch interessiert mich Irmas Schwester Friedericke, die an Schiziophrenie litt und einen guten Teil ihres Lebens in Anstalten verbrachte.