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Portraitiert von Nina Werzhbinskaja-Rabinowich
Portraitiert von Nina Werzhbinskaja-Rabinowich

Neu ab März 2017:

Gedanken zu Clemens Setz' Roman "Die Stunde zwischen Frau und Gitarre" 

Beiträge zum Lesen und zum Herunterladen (im 14-Tage-Rhythmus):

Lesungen

20. April 2017 um 19:30, jüdisches Museum Hohenems, Villa Heimann-Rosenthal, Schweizer Straße 5, 6845 Hohenems

Lesung aus "In der Judenstadt"

9. Mai 2017 um 19 Uhr im Republikanischen Club: Lesung aus Vilma Steindling zusammen mit Ruth Steindling.

Neues Projekt

Ich möchte dem Schicksal der Bewohner und Bewohnerinnen des Hauses Taborstraße 21A in der Zeit zwischen 1938 und 1945 nachgehen. Vor 1938 waren alle Mieter bis auf einen jüdisch. Nach dem Anschluss emigrierten die Mieter oder wurden deportiert, was auf dem Meldezettel vermerkt wurde. Bei Deportation stand dort z.B.: „verzogen nach Litzmannstadt“ (Ghetto von Lodz) oder „verzogen nach Minsk“, von wo der betreffende Mieter ins Vernichtungslager Maly Trostinez kam. In die leeren Wohnungen zogen Nazis oder zumindest Profiteure, die nach 1945 als Strafe ausziehen mussten, wenn sie in der NSDAP waren. Das Haus wurde dann von den Sowjets beschlagnahmt. Zunächst befand sich darin die Kommandantur, später bekamen Kommunisten, bzw. Opfer des Nationalsozialismus Wohnungen im Haus. Nach dem Staatsvertrag mussten jedoch auch diese wieder ausziehen, weil es eine Amnestie gab und die Nazis in ihre gleichsam „erbeuteten“ Wohnungen zurückkehren durften.