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Portraitiert von Nina Werzhbinskaja-Rabinowich
Portraitiert von Nina Werzhbinskaja-Rabinowich

Gespräch:

10. Dezember 2019

im jüdischen Museum Wien,  Dorotheergasse

 

Gespräch: „Wie ein roter Faden. Jüdische Familiengeschichten und das Verständnis europäischer Geschichte“.

Claudia Erdheim spricht mit dem Historiker Jérôme Segal.

 

Infos

Lesungen:

26. November 2019:

Rzerzow

28. November 2019: 

Krakau

Siehe: Termine

Texte:

Bist du wahnsinnig geworden?

ISBN 3-85409-069-2

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Inhalt

Bist du wahnsinnig geworden?

Unsentimental blickt die Tochter zurück auf ihre Kindheit: Die Mutter, eine Psychoanalytikerin der ersten Stunde nach dem Krieg, zieht allein ihre beiden Töchter auf. Die aber sind oft sich selbst überlassen, dürfen trotzdem mit bestimmten anderen Kindern nicht spielen. Die früheren Erfahrungen und Ängste der Mutter (aus den schwierigen Jahren von Krieg und Vorkrieg) prägen noch immer den Alltag - gegessen wird hastig; von den ererbeten Möbeln darf nichts weggetan werden, auch wenn so manches Stück mehr als schäbig ist. Eine typische Kindheit in den fünfziger Jahren, aber auf ihre Weise doch besonders. Aus der kindlichen Perspektive eindringlich und sprachlich meisterhaft geschildert, tauchen die Belastungen auf, die sich aus der Fixierung der Mutter der aufgeklärt-intellektuellen, emanzipierten Frau, an ihren Beruf, an Therapiearbeit und Patienten ergeben. Insoferne ist der Roman auch ein wichtiges Quellenwerk zu einem bisher tabuisierten Thema: Wie ist die familiäre Situation jener beschaffen, die eng an sozial oder therapeutisch Tätige (Lehrer, Sozialarbeiter, Ärzte) gebunden sind?