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Portraitiert von Nina Werzhbinskaja-Rabinowich
Portraitiert von Nina Werzhbinskaja-Rabinowich

Gespräch:

10. Dezember 2019

im jüdischen Museum Wien,  Dorotheergasse

 

Gespräch: „Wie ein roter Faden. Jüdische Familiengeschichten und das Verständnis europäischer Geschichte“.

Claudia Erdheim spricht mit dem Historiker Jérôme Segal.

 

Infos

Lesungen:

26. November 2019:

Rzerzow

28. November 2019: 

Krakau

Siehe: Termine

Texte:

Früher war alles besser

Geschichten aus Rußland

ISBN 3-85409-332-2


Inhalt

Claudia Erdheim hat - mit Unterbrechungen - fast zwei Jahre in Rußland gelebt und das Land mit all seinen Schwierigkeiten und Absurditäten kennengelernt. Diese Erfahrungen werden in Form von fünf Erzählungen in vorliegendem Buch dargestellt. Wenngleich jede Erzählung für sich steht, begegnen wir immer wieder denselben Personen.

"Kolja" ist eine Kriminalgeschichte über einen Gitarrelehrer. Ohne sein Wissen wird seine Wohnung von einem seiner Schüler verkauft. "Stomkomplex" erzählt von einem Aufenthalt in einer Zahnklinik mit sowjetisch geprägten sadistischen Ärzten. In "Petersburg" wird das Leben in einer Gemeinschaftswohnung beschrieben. "Kasan" handelt von einer sechsköpfigen Familie, die in einer winzigen Wohnung zusammen lebt. Die letzte Erzählung, "Herbstblätter", beginnt mit der Krise im August 1998 und endet mit der Abfahrt der Erzählerin am Bahnhof, wobei sich die Hauptpersonen aus den vorangegangen Erzählung einfinden, um Abschied zu nehmen.

Claudia Erdheim kennt das Land genau. Der Leser lernt alle Schwierigkeiten, in diesem Land zu leben, kennen. Sei es das Glatteis auf den ungestreuten Straßen, Teuerungen, das Gedränge in der Metro oder die Armut. Aber auch die sprichwörtliche slawische Gastfreundschaft und Großzügigkeit kommt nicht zu kurz. Und die Paradoxie zwischen sowjetischer Prägung und neuem westlichen Lebensstil zieht wie ein roter Faden durch das ganze Buch. Um dem Leser einen Eindruck von der Andersartigkeit des Landes zu geben, sind zwischen den erzählenden Text kursiv Beschreibungen eingefügt, die das Leben auf der Straße wie einen Film abspulen.