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Portraitiert von Nina Werzhbinskaja-Rabinowich
Portraitiert von Nina Werzhbinskaja-Rabinowich

Lesungen:

6. November 2019, 19 Uhr:

Lesung im Republikanischen Club, Rockhgasse 1, A-1010 Wien

20. November 2019: 

Universität Warschau, Institut für Germanistik, Professor Tkaczyk

22. November, 2019, 17.00-19.00 Uhr:

ul. M. Asłanowicza 2, Raum 107, 08-110 Siedlce

mit Verleger (Instytut Kultury Regionalnej i Badan Literackich imienia Franciszka Karpinskiego mit Herrn Prof. Andrzej Borkowsky)

26. November 2019:

Rzerzow

28. November 2019: 

Krakau

Siehe: Termine

Texte:

Längst nicht mehr koscher

Die Geschichte einer Familie

ISBN 3-707602-087


Inhalt

Längst nicht mehr koscher

Erzählt wird die Geschichte der fünf Brüder Erdheim und deren Nachkommen. Die Handlung setzt um 1870 im österreichischen Galizien ein, in Borysław/Drohobycz, wo es Erdöl und Erdwachs gibt. Moses Hersch, der Stammvater der Familie, verdankt diesen Funden ein kleines Vermögen. Er besitzt Gruben, eine Erdölraffinerie und eine Brauerei. Im Gegensatz zum dort herrschenden Manchester-Kapitalismus wachsen die Kinder in der Geborgenheit der jüdischen Familie auf. Sie sind fromme, aber aufgeklärte Juden. Vier Söhne ziehen Ende des 19. Jhs. nach Wien, zwei studieren Medizin, einer Jus, einer bleibt in Galizien, ein anderer kehrt als Advokat nach Galizien zurück. Wien wird zum neuen Zentrum der Familie, man lernt den Prater mit seinen zweifelhaften erotischen Vergnügungen kennen, die Seziersäle der Universität und die Welt der Kliniken. Einer der Brüder etabliert sich als Kaufmann, hält Dienstboten und lässt die Frau zur Kur und Sommerfrische nach Franzensbad und Wörrishofen fahren. Seine aufmüpfige Tochter tritt den sozialistischen Mittelschülern bei, wird Ärztin und möchte die Ausbildung zur Psychoanalytikerin machen. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten ist die Familie in Gefahr. Die in Drohobycz verbliebenen Erdheims kommen im Ghetto um, ihr Sohn, der in Ungarn lebt, in Melk, im Nebenlager von Mauthausen, zwei Erdheims irren unter falschem Namen durch das besetzte Polen, bis die Rote Armee eintrifft. In Wien überlebt die Ärztin mit ihrem nichtjüdischen Lebensgefährten, einem Antifaschisten und Widerstandskämpfer. Das Buch endet mit ihrer Eheschließung im August 1945, der Widerstandskämpfer wird Mitglied der provisorischen Regierung Renner und die Ärztin bekommt den ihr während der Nazizeit verwehrten Facharzt-Titel.